Autor: | 7. Juni 2012 16:25 | |
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Die sexuelle Revolution der Ur-Zeit und die Folgen für die Neu-Zeit

Eine Studie der University of Tennessee

Das Forschungsteam um Sergey Gavrilet von der Universität of Tennessee fand heraus, dass die Frauen zu Ur-Zeiten schon den Grundstein legten für unser heutiges, monogames Familienmodell die Ehe.

Einst herrschte bei unseren Vorfahren, ähnlich wie bei unseren nahen Verwandten den Affen, das Haremsprinzip.
Ranghohe Männchen paarten sich mit möglichst vielen Weibchen und zeugten Nachwuchs. Rangniedrige Männchen hingegen gingen leer aus. Um die Gunst der Frauen zu erlangen mussten diese sich etwas einfallen lassen und begannen die Frauen auf andere Weise zu umgarnen. Und siehe da, sie hatten Erfolg. Die Frauen entscheiden sich nicht mehr für die Männer, die am kampfstärksten waren, sondern für die, die sich als familientauglich erwiesen und sich am besten um die Frau und den Nachwuchs kümmerten. So verringerten sich die Macht-Kämpfe der Männer und auch die intensive Fürsorge um den Nachwuchs erhöhte die Überlebenschance der Spezies.

Der US-Forscher Gavrilet ist überzeugt, dass die Partnerwahl der Ur-Frauen der Grund dafür ist, warum wir heute in monogamer Zweisamkeit leben und nicht der Promiskuität unserer nahen Verwandten, den Affen, nacheifern. „Dieser Wechsel von der Promiskuität zur Paarbindung markierte einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung unserer Art“ so Gavrilet.

Lange Zeit  war unklar wieso es überhaupt zu diesem Wandel kam. Die US Forscher simulierten dazu verschiedene Verhaltensmuster von Männern und Frauen bei der Partnerwahl und ermittelten durch statistische Berechnungen das langfristige Beziehungen erst dann entstanden, als die Fürsorglichkeit als alternative Werbungsstrategie anstelle von Machtkämpfen trat. Auch die aktive Partnerwahl durch die Frauen, die bevorzugt die Männer auswählten, die ihnen und dem Nachwuchs die besten Überlebenschancen boten, trug ihren Teil dazu bei.
 

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