Autor: | 13. August 2011 16:04 | |
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Liebe geht durch die Nase

Wie wir auf andere Menschen reagieren hängt stark davon ab, wie gut wir die Person sprichwörtlich riechen können. Das gilt nicht nur für Freundschaften – unsere olfaktorischen Sinne haben auch starken Einfluss auf unsere Partnerwahl:

Der Mensch besitzt über 350 Riechrezeptoren. Drei Prozent unseres gesamten Erbguts sind auf das Riechen, Schnüffeln und Wahrnehmen von Gerüchen ausgelegt: Wir können rund 10.000 Gerüche wahrnehmen, aber nur einige Dutzend unterscheiden. Bei Frauen ist der Geruchssinn stärker ausgeprägt als bei Männern. Claus Wedekind, Evolutionsbiologe der Universität Bern, fand bereits 1995 heraus, dass die menschliche Anziehung vor allem auf Düfte und deren Wahrnehmung zurückzuführen ist. Wir nehmen die Gerüche unserer Mitmenschen wahr und merken instinktiv, inwieweit sie sich von unseren eigenen Duftstoffen unterscheiden. Ergebnis: Je stärker sich der Duft des anderen von unserem eigenen Duft unterscheidet, desto stärker ist die Anziehung. Diese unbewusste Selektion liegt der Evolutionsbiologie zugrunde: Hat der Mann einen der Frau sehr unähnlichen Duft, verspricht das gesunde Nachkommen. Die für die Partnerwahl entscheidenden Duftstoffe sind Abbauprodukte unseres Immunsystems. Sie geben darüber Aufschluss, wie gesund der andere ist. Diese Duftdrüsen üben eine „… anregende und erotisierende Wirkung aus und sind in allen Völkern und Kulturen ein natürliches Aphrodisiakum ….“, so Kulturwissenschaftlerin Ebberfeld.

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