Autor: | 1. Juni 2012 13:07 | |
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Was Paare zusammenhält – Erschreckendes aus Psychologie und Medizin

Romantiker werden enttäuscht sein – aber die große Liebe und Romantik pur sind leider keine Garanten für eine auf Dauer funktionierende Beziehung. Das Geheimnis einer stabilen Partnerschaft aus Sicht der Wissenschaft sieht anders aus.

Sex wird überschätzt
Wenn nach ein paar Jahren Beziehung im Bett nicht mehr allzu viel läuft hat das einen ganz einfachen Grund: bei sexueller Gewöhnung wird die körpereigene Euphoriedroge Dopamin nur noch geringfügig aus den Nervenzellen abgegeben. Lust und Leidenschaft bleiben aus. Das ist allerdings kein Schlechtes. Die Wissenschaft liefert den Beweis: Seltene Intimkontakte deuten darauf hin, dass beide Partner sich geborgen fühlen und keiner ständigen Liebesbeweise bedürfen. Sparsamer Sex spricht für eine feste Bindung und wenig Verlustangst. Die Psychotherapeutin Kirsten von Sydow von der Universität Hamburg geht sogar soweit, dass sie behauptet: „Dauerhafte Sicherheit und häufiger, guter Sex schließt sich aus“.

Stabil – aber unglücklich
Julia Berkic vom Bayrischen Staatsinstitut für Frühpädagogik hat Paare aus dem Süden Deutschlands untersucht, die durchschnittlich schon 28 Jahre verheiratet waren und erschreckendes herausgefunden: Mehr als ein Drittel bezeichnet sich als stabil unglücklich“ oder „unsicher und resigniert“. Was Beziehungen zusammenhält ist nicht etwa die große Liebe sondern gemeinsame Kinder, ein gemeinsames Zuhause oder Abhängigkeiten in der beruflichen Entwicklung.

Trennungsangst und Unsicherheit als Beziehungsgrundlage
Julia Berkic behauptet zudem, dass das Geheimnis einer langfristigen Beziehung der Partner sei: ein unsicherer und ambivalenter Partner der Angst vor Entscheidungen hat. Ängstliche und zögernde Frauen und Männern, die Konflikten aus dem Weg gehen und Entscheidungen meiden seien die idealen Partner für eine langfristige Bindung. Das perfekte Paar bildet laut Berkic „ein unsicherer Mann und eine sicherer Frau.“ Wenn Männer Auseinandersetzungen vermeiden, haben sie naturgemäß große Angst ihre Partnerin zu verlassen, so Berkic.
 

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